Und zum Schluss Bogota
10 02 2012Als letzte Station unserer Reise sind wir am Dienstagabend in Bogota, der riesigen Hauptstadt Kolumbiens, eingetroffen. Wir haben uns entschieden in der Nähe des Viertels Zona Rosa zu wohnen. Ein modernes, teures und sehr amerikanisch angehauchtes Viertel mit mehreren luxuriösen Einkaufszentren, übermässig teuren Restaurants und von Bars gesäumten Strassen.
Am Mittwoch haben wir uns dann mit der „Transmileno“ (eine Art Metrosystem in Form von Bussen) auf den Weg zum Stadtviertel „La Candelaria“ gemacht, wo sich auch das historische Zentrum befindet. Rund um den „Plaza de Bolivar“ sind einige wichtige Gebäude, unter anderem das „Capitolio Nacional“ (der Kongresssitz), der“ Palacio de Justicia“ und die 1823 fertiggestellte „Catedral Primada“. Der Platz selber ist von tausenden zutraulichen Tauben bevölkert, die sich das Futter auch mal selber holen. Später haben wir noch weitere Kirchen und Plätze besichtigt und viele typische Spezialitäten von Bogota und Kolumbien ausprobiert. Zum Beispiel „Tamal“ – gehacktes Schweinefleisch, das mit Reis und Gemüse in Maisteig eingeschlagen und in Bananenblätter eingewickelt wird, „Ajiaco“- eine Hühnersuppe mit drei verschiedenen Kartoffelarten, Mais und Kapern und die „Chocolate Santafereño – eine Tasse Schokolade, welche mit Brot und Käse serviert wird, wobei man den Käse in der Schokolade schmelzen lässt. Mit Ausnahme des Marktes von San Gil ist Bogota erstaunlicherweise die einzige Stadt, die wir besucht haben, in der richtig leckeres kolumbianisches Essen zu finden war.
Gestärkt haben wir uns anschliessend das Polizeimuseum angeschaut. Wir erhielten eine sehr interessante und zuvorkommende Führung von einem Hilfspolizisten, der uns alle Details in passablem Englisch erklärte. Von der Verkehrspolizei, über die Drogenpolizei bis zur Mordkommission und dies alles ohne einen Rappen bezahlen zu müssen. Das Museum beherbergt sogar einige Relikte aus Pablo Escobars Zeit. Zum Schluss haben wir uns noch die Gemälde in der „Donacion Botero“ angeschaut. Dort sind interessante und lustige Werke von Fernando Botero selber und von Picasso, Miro und anderen sehr bekannten Künstlern ausgestellt.
Für den letzten ganzen Tag unserer Reise hatten wir uns den Aufstieg zum Monserrate vorgenommen, da uns aber wegen Raubüberfällen davon abgeraten wurde, nahmen wir die 75-jährige Standseilbahn. Trotz des bedeckten und dunstigen Wetters, das offenbar typisch ist für Bogota, war die Aussicht einfach unglaublich. Zurück in der Altstadt sind wir zufälligerweise an einer Demonstration gegen Stierkämpfe vorbeigelaufen: halbnackte Leute lagen schwarz und rot bemalt auf dem Boden. Am Abend gönnten wir uns ein feines Nachtessen um unsere letzten kolumbianischen Pesos loszuwerden!:)
Insgesamt haben wir Bogota als sehr modern und fortschrittlich kennengelernt. Zudem ist es heute dank jahrelanger Investitionen der Regierung sicherer denn je. Gewisse Teile zwischen der Zona Rosa und „La Calanderia“ sind allerdings gefährlich, verlottert und unglaublich schmutzig.
Heute machen wir uns auf den Weg zum Flughafen. Wir haben dreieinhalb unglaublich interessante und intensive Monate erlebt, viele neue Eindrücke gewonnen, neue Lebensarten und Kulturen kennengelernt und nicht zuletzt einmalige Speisen probiert. Trotzdem freuen wir uns nun auf die Rückkehr und auf das Wiedersehen mit euch in der (zu) kalten, sauberen und organisierten Schweiz…
- Panorama Plaza Bolivar
- Catedral Primada
- Gasse in La Calanderia
- Unser Privatpolizist
- Luca als Hundeführer
- Boteros Mona Lisa
- Cerro Monserrate
- Sicht über Bogota
- Zona Rosa by Night
- Einkaufspalast Atlantis
- Demonstration auf dem Plaza Bolivar
- Unglaublich süsse Süssigkeiten
- Tamal
- Ajiaco und Frijoles
- Chocolate Santafereño





















Hoi zäme, zum Schluss nochmals ganz herzlichen Dank Euch beiden für die tollen Photos und Reiseberichte.
Ich wünsche Euch jetzt einen ganz schönen Heimflug und geniesst die Ankunft bei uns in der sehr kalten Schweiz..Brrrr……
Ganz liebi Grüess Antoinette
hoi zäme! mer freued üs das ehr bald weder zrog send…:) esch voll cool gsi üchi reis anhand vo üchne brecht ond föteli metzverfolge!!! gueti heireis ond bes bald! liebi grüess yvonne+fäbu
Härzleche Dank för die mega tolle Brecht ond Föteli.Mer wönschid euch e guete Heiflog ond freuid üs of es baldigs Wederseh.LG Denise ond René