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11
2011
Bevor wir am Abend auf die Fähre gingen, erlaubten wir uns einen gemütlichen Tag mit Nichtstun in Puerto Natales. Um 17.00 Uhr checkten wir unser Gepäck ein und nach dem Briefing um 21.00 Uhr konnten wir unsere Kabine auf der Fähre beziehen. Wie wir bereits im Voraus erfahren haben, ist die Fähre nur zur Hälfte gebucht. Gut für uns, konnten wir doch unsere sehr kleine Vierbett-Kabine zu zweit beziehen (keine Ahnung wie das mit vier Personen möglich ist…) und auch das Bad steht nur zu unserer Verfügung. 🙂
Was macht man denn so den ganzen Tag auf einer Fähre ohne Internet und Natelempfang? Genau, relaxen, entspannen, lesen, Leute beobachten, essen (leider nicht gerade super gut), schlafen, sich unterhalten, die Landschaft geniessen, Gletscher bestaunen,… so haben wir unseren ersten Tag erfolgreich überstanden.
Bereits am Morgen des zweiten Tages wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir heute ohne Schutz der Fjorde durch die offene See fahren werden, man soll doch bitte früh genug mit der Einnahme von Pillen beginnen. Wir haben bereits seit dem ersten Tag auf Homöopathie gesetzt, Corinne hat zusätzlich noch etwas Stärkeres zu sich genommen. Kaum im Pazifik angelangt, haben die drei bis vier Meter hohen Wellen unsere Fähre beträchtlich ins Schwanken gebracht. Trotz allem wagten wir uns in die Kälte und liessen uns den Wind um die Gesichter blasen. Anders als die meisten Passagiere, die dann auch beim Abendessen fehlten, fühlten wir uns die ganze Zeit über wohl und konnten die einmalige Stimmung auf dem Schiff geniessen. In der Nacht nahmen die Wellen noch zu und trafen seitlich auf das Schiff und so wurde es trotz ausbleibender Seekrankheit recht ungemütlich in unserer Koje.
Video Fähre im Sturm (bitte anklicken :))
Leider spielte das Wetter am 3. Tag erneut nicht mit. Es regnete fast den ganzen Tag und die Landschaft präsentierte sich uns in einem eintönigen Grau. Heute Morgen haben wir die Fähre verlassen und befinden uns nun im wenig touristischen Puerto Montt. Zum ersten Mal sind die Leute nicht auf Touristen eingestellt und wir sind fast die einzigen Fremden hier. Die nächsten paar Tage verbringen wir im hoffentlich freundlicheren Seengebiet in Pucon.
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Navimag Fähre
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Unsere Koje
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Schöne Abendstimmung
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Einmal mehr ein Gletscher…
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Sturm
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Albatros
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El Capitano
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Kategorien : Chile, Patagonien
21
11
2011
Im Süden von Chile liegt der 2400 km2 grosse Torres del Paine. Die blauen Türme „Torres del Paine“ sind das Wahrzeichen des Nationalparks. Ausserdem ist der Park für seine einmalige Landschaft, das unberechenbare Wetter und die aussergewöhnlichen Treks bekannt.
![1473418490_3c6accb81f_o[1] Karte des W-Treks](http://medien.rtwblog.de/adelsur/files/2011/11/1473418490_3c6accb81f_o1-300x175.jpg)
Karte des W-Treks
Deshalb entschlossen wir uns den fünftägigen W-Trek zu machen.
Am Sonntag sind wir um 15.00 Uhr in unserem Hostel in Puerto Natales angekommen. Dank der hervorragenden Organisation des Hostels hatten wir bereits eine Stunde später alle unsere Campingutensilien beisammen, inkl. einer kurzen Lektion im Zeltaufstellen. Zum ersten Mal seit Beginn unserer Reise bekamen wir am Abend ein Dreigang Menü für unglaubliche CHF 6.00 pro Person und dies im angeblich teuren Chile.
Nach einer dreistündigen Busfahrt und einer halbstündigen Fahrt mit der Fähre konnten wir unseren Trek starten. Vollgepackt mit Zelt, Schlafsäcken, Mätteli, Gaskocher und Esswaren für fünf Tage bewältigten wir die ersten 3.5 Stunden Marsch. Im Camping angekommen stellten wir unser Zelt auf und genossen den unglaublichen Ausblick auf den Glacier Grey.
Schon um 07.00 Uhr am nächsten Morgen wagten wir uns in die kalte Gletscherluft wo wir frühstückten und danach das Zelt abbauten. Zuerst mussten wir das gesamte Wegstück das wir gestern gewandert waren zurück laufen. Weitere zwei Stunden mit unseren vollen Rucksäcken folgten, bevor wir das Campamento Italiano erreichten.
An unserem 3. Tag konnten wir ein fünfstündiges Wegstück ohne Rucksäcke zurücklegen. Das Wetter im Valle Francés spielte jedoch verrückt und änderte im Minutentakt von Sonnenschein zu Schneesturm. Die letzten 2.5 Stunden liefen wir zum Refugio Los Cuernos, wo wir unsere erste warme Dusche genossen.
Der Samstag sollte der Höhepunkt unseres Treks werden. Wir wollten zu den berühmten blauen Türmen wandern. Nach etwa sechs Stunden Marschzeit und über 1‘500 Höhenmeter erreichten wir die mystischen Torres del Paine. Trotz nicht allzu klarer Sicht und einem wirklich steilen Aufstieg genossen wir diesen einmaligen Anblick.
Obwohl wir auf nur gerade mal 500 Metern über Meer campierten, war unsere letzte Nacht mit Abstand die kälteste. Doch dies konnte uns die gute Laune nicht verderben, waren es doch nur noch zwei Stunden Abstieg zum Ende des Treks. Glücklich den ganzen Weg zurückgelegt zu haben, aber erschöpft von der Anstrengung der letzten Tage und Nächte freuen wir uns auf eine erholsame Reise mit der Fähre nach Puerto Montt.
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Karte des W-Treks
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Glacier Grey
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Unser Zuhause der letzen vier Nächte
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Valle Francés
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Torres del Paine
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Kategorien : Chile, Patagonien
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11
2011
Unsere erste lange Busreise haben wir hinter uns gebracht. Pünktlich um fünf Uhr am Morgen fuhren wir von Ushuaia los. Nach cirka drei Stunden Fahrt mussten wir bereits den ziemlich unbequemen Bus wechseln. Dies war jedoch zu unseren Gunsten, weil sich der Komfort beträchtlich steigerte. Die weitere Fahrt lief wie folgt ab: Ausreisestempel aus Argentinien einholen (erstes Gepäckscanning), Einreisestempel von Chile einholen (zweites Gepäckscanning)), Car auf Fähre verladen (inkl. Delfine beobachten!!), Ausreisestempel aus Chile einholen und Einreisestempel nach Argentinien einholen. Zusätzlich in Rio Gallegos noch einmal umsteigen und somit war’s um ein Uhr morgens endlich geschafft.
An unserem ersten Tag in El Calafate besuchten wir gleich den Perito-Moreno-Gletscher im Parque Nacional los Glaciares. Der Gletscher schimmert bläulich und Teile der bis zu 60m hohen, gezackten Gipfel brechen regelmässig ab und krachen ins Wasser, wo sie kleine Flutwellen auslösen. Das Knarren und Getöse des Gletschers konnten wir denn auch hören. Leider sahen wir aufgrund des schlechten Wetters nur einige kleine Eisbrocken ins Wasser plumpsen.
Eigentlich wollten wir gleich am darauf folgenden Tag nach Puerto Natales weiterreisen; der Bus war jedoch bereits vollständig ausgebucht. Somit mussten wir einen weiteren Tag im eher öden und sehr teuren El Calafate verbringen. Diesen füllten wir vor allem mit organisatorischen Sachen, da wir unsere Flüge über das von einem dichten Ascheteppich bedeckte Bariloche irgendwie umbuchen müssen. Wir suchen noch nach einer passenden Alternative… Unerwartet stiessen wir am Nachmittag bei unserem Spaziergang auf ein interessantes Vogelschutzgebiet mit Flamingos.
Morgen geht es nun endlich weiter nach Puerto Natales, wo wir ein vom Wetter abhängiges, mehrtägiges Trekking im Nationalpark Torres del Paine planen.
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Kategorien : Chile, Patagonien