Buenos Aires

5 11 2011

Nach einer langen Reise sind wir pünktlich aber erschöpft in Buenos Aires angekommen. Aller Vorurteile zum trotz haben die Flüge mit Iberia bestens geklappt und auch das Gepäck ist ohne Umwege eingetroffen. Der Transfer zum Hostel hat jedoch satte zweieinhalb Stunden gedauert. So wurden wir am frühen Nachmittag freundlich vom Hostelpersonal begrüsst. Anschliessend machten wir uns auf eine erste Bekundungstour durch die Stadt. Nachdem wir uns auf dem Nachhauseweg in einen stossvollen U-Bahn-Wagen gequetscht und uns für den Geldbezug am Automaten als 11. (!!) in der Kolonne angestellt hatten, gönnten wir uns zum Abendessen ein erstes saftiges Steak!:)

Obwohl wir im geschätzten vierten Stock des Hostels einquartiert sind und unsere Strasse sehr wenig befahren wird, haben wir doch jedes Mal das Gefühl, dass die Lastwagen durch unser Zimmer rollen. Trotzdem schliefen wir wie Steine und besichtigten am Morgen erholt den Botanischen Garten und den wirklich schönen Zoo, der sogar Hirsche, Gänse und Hühner als Attraktionen hat. Das angrenzende Stadtviertel „Palermo“ ist sehr europäisch, was sich auch in den äusserst hohen Preisen widerspiegelt. Wir sind überrascht wie viel unorganisierter und schmutziger die Metropole Buenos Aires gegenüber einer europäischen Grossstadt ist, selbst in den teuersten Gegenden.

Am Freitag besuchten wir den Puerto Madero. Ein renoviertes Hafenviertel mit einer hübschen Fussgängerpromenade, trendigen Restaurants und einigen der teuersten Hotels von Buenos Aires. Danach schlenderten wir entlang der Avenida Florida, eine Shoppingstrasse mit einem luxuriösen Einkaufscenter. Für den Abend haben wir eine Tangoshow mit Transfer, Diner und Tangolektion gebucht. Da wir vorgewarnt wurden, dass der Anlass elegant sei, entschlossen wir uns, in die schönsten Kleider zu schlüpfen. Doch auch dies reichte bei Weitem nicht, um mit den Abendkleidern der Anderen mitzuhalten. Nach der amüsanten Tangolektion genossen wir ein feines Essen (inkl. riesigem Steak) und bewunderten die Show.

Heute Morgen begaben wir uns in das schicke Stadtviertel Recoleta. Dort liegt der Cementerio de la Recoleta, ein von hohen Mauern umgebener Friedhof. Auf diesem ruhen die Angehörigen der Oberschicht von Buenos Aires, unter anderem auch María Eva Duarte de Perón, besser bekannt als Evita, und Federico Leloir, ein argentinischer Biochemiker und Nobelpreisträger. Zum Abschluss besichtigen wir das Monumento a los Dos Congresos dessen Kuppel nach dem Vorbild des Kapitols in Washington gefertigt wurde.