Pucon – Volcàn Villarrica
30 11 2011Pucon einst ein verschlafenes Dörfchen am Fusse des Volcan Villarrica, nun der grösste Ferienresort Chiles, liegt wunderbar am Lago Villarrica. Zu unserem Glück trafen wir eine Woche vor Beginn der Hauptsaison ein, da sich ab dann die sonst schon hohen Preise noch verdoppeln werden und der ganze Ort sowohl von einheimischen als auch von ausländischen Touristen bevölkert wird. So jedoch können wir hier die entspannende Ferienstimmung ungestört geniessen. Im Gegensatz zu unseren vorhergehenden Zielen erinnert hier wenig an die chilenische Durchschnittsbevölkerung mit bescheidenem Einkommen. Sie leisten sich teure Ausflüge und lassen es sich gut gehen.
Es ist schwierig aus dem riesigen Freizeitangebot, mit Vulkanbesteigen, Sonnenbaden, Thermalquellen, Reiten, Wassersport, Schokoladentorte essen, … das Passende auszuwählen. Deshalb entschlossen wir uns fast alles zu machen; Angefangen mit Riverrafting.
Am Sonntagmorgen trafen wir uns in der Agentur fürs Raften, darunter auch eine deutsche Familie. Die Tochter in Jeanshose, dickem Makeup und langen Leopard-Fingernägeln wollte ebenfalls mitkommen. Leider hatte sie keine Badehose dabei, wozu auch? Und wofür braucht man beim Raften schon ein Badetuch?:) Darum entschied sie sich kurzfristig auf den 2850 m hohen Vulkan zu wandern. Wahrscheinlich um Schlimmeres zu verhindern organisierte ihr der Inhaber eine Badehose und wir konnten starten. Das Rafting erwies sich als Volltreffer und obwohl es riesigen Spass machte, waren wir froh, dass das Ganze nur eine Stunde dauerte. Am Abend erholten wir uns in den nahegelegenen Vulkanthermen vom Rafting und genossen eine grosse mastig-superleckere Schokoladentorte!:)
Reiten war eine weitere Aktivität wofür wir uns entschieden haben. So starteten wir am Montagnachmittag eine Reittour mit den einheimischen Mapuche. Drei Stunden lang ritten wir die wunderschöne Landschaft und posierten vor dem schönen Ausblick auf Pucon. Luca hatte leider ein ziemlich altes Pferd erwischt, das trotz seines sehr guten Aussehens die langsame Gangart bevorzugte. Corinne hingegen hatte ein aufgewecktes Pferd, das immer von allein galoppierte, wenn dies ein anderes Ross auch tat, sehr unterhaltsam…
Für den Dienstag hatten wir uns den Höhepunkt von Pucon aufbewahrt. Der Wetterbericht versprach traumhaftes Wetter, daher machten wir uns um 07.00 Uhr auf den Weg zur Besteigung des Volcàn Villarrica. Weil ein Paar die Tour kurzfristig absagte, kamen wir in den Genuss eines privaten Guides. Mit dem Bus konnten wir bis auf 1400 m fahren. Ein sehr sicherer Sesselilift ohne Bügel brachte uns auf 1800 m, wo wir sozusagen aus dem Sesseli springen mussten um nicht umgefahren zu werden. Die letzten 1050 Höhenmeter legten wir mit Pickel und Steigeisen zurück da wir uns die meiste Zeit auf Eis und Schnee befanden. Es war eine anspruchsvolle, ermüdende und windige Angelegenheit bis wir beim Gipfel (Krater) angelangt waren. Umso schöner war es nachher den Ausblick zu geniessen und den zurückgelegten Weg mit dem Tellerschlitten „hinunter zu sliden“ wobei uns der Pickel nun als Bremse diente. Den wirklich unvergesslichen Tag liessen wir am Strand und einem Glas Wein ausklingen.
- Vulkan Villarrica 2847 m
- Gipfelstürmer
- Krater
- Vulkansliding
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