Mit der Navimag Fähre von Pto Natales nach Pto Montt
25 11 2011Bevor wir am Abend auf die Fähre gingen, erlaubten wir uns einen gemütlichen Tag mit Nichtstun in Puerto Natales. Um 17.00 Uhr checkten wir unser Gepäck ein und nach dem Briefing um 21.00 Uhr konnten wir unsere Kabine auf der Fähre beziehen. Wie wir bereits im Voraus erfahren haben, ist die Fähre nur zur Hälfte gebucht. Gut für uns, konnten wir doch unsere sehr kleine Vierbett-Kabine zu zweit beziehen (keine Ahnung wie das mit vier Personen möglich ist…) und auch das Bad steht nur zu unserer Verfügung. 🙂
Was macht man denn so den ganzen Tag auf einer Fähre ohne Internet und Natelempfang? Genau, relaxen, entspannen, lesen, Leute beobachten, essen (leider nicht gerade super gut), schlafen, sich unterhalten, die Landschaft geniessen, Gletscher bestaunen,… so haben wir unseren ersten Tag erfolgreich überstanden.
Bereits am Morgen des zweiten Tages wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir heute ohne Schutz der Fjorde durch die offene See fahren werden, man soll doch bitte früh genug mit der Einnahme von Pillen beginnen. Wir haben bereits seit dem ersten Tag auf Homöopathie gesetzt, Corinne hat zusätzlich noch etwas Stärkeres zu sich genommen. Kaum im Pazifik angelangt, haben die drei bis vier Meter hohen Wellen unsere Fähre beträchtlich ins Schwanken gebracht. Trotz allem wagten wir uns in die Kälte und liessen uns den Wind um die Gesichter blasen. Anders als die meisten Passagiere, die dann auch beim Abendessen fehlten, fühlten wir uns die ganze Zeit über wohl und konnten die einmalige Stimmung auf dem Schiff geniessen. In der Nacht nahmen die Wellen noch zu und trafen seitlich auf das Schiff und so wurde es trotz ausbleibender Seekrankheit recht ungemütlich in unserer Koje.
Video Fähre im Sturm (bitte anklicken :))
Leider spielte das Wetter am 3. Tag erneut nicht mit. Es regnete fast den ganzen Tag und die Landschaft präsentierte sich uns in einem eintönigen Grau. Heute Morgen haben wir die Fähre verlassen und befinden uns nun im wenig touristischen Puerto Montt. Zum ersten Mal sind die Leute nicht auf Touristen eingestellt und wir sind fast die einzigen Fremden hier. Die nächsten paar Tage verbringen wir im hoffentlich freundlicheren Seengebiet in Pucon.
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