Cartagena

28 01 2012

Cartagena de Indias gilt als die schönste Stadt Kolumbiens: schöne farbige Häuser, schattige Gässchen und mit Blumen bewachsene Balkone. Die Stadt wurde im 16. Jahrhundert gegründet und galt als einer der wichtigsten Häfen der Spanier an der Karibikküste. Über Cartagena wurde ein grosser Teil der gestohlenen Inkaschätze nach Spanien verschifft. Das viele Gold zog jedoch auch massenhaft Piraten an, weshalb eine hohe Mauer um ganz Cartagena errichtet wurde. Allerdings wurde die Stadt dreimal überfallen und teilweise niedergebrannt.

Die Busfahrt von Medellin nach Cartagena im unkomfortablen kolumbianischen Bus dauerte fünf Stunden länger als geplant, so erreichten wir unser Hostel erst nach dem Mittag. Schon nach wenigen Minuten in der feuchten Hitze waren wir völlig verschwitzt und sehnten uns nach dem klimatisierten Hotelzimmer. Nichts desto trotz erkundeten wir unser Viertel „Bocagrande“ mit seinen dutzenden Hochhäusern und unzähligen internationalen Restaurants.

Am zweiten nicht weniger heissen Tag fuhren wir mit einem völlig überteuerten Taxi ins historische Zentrum. Glücklicherweise liegen alle Sehenswürdigkeiten nahe beieinander und die schmalen Gässchen bieten etwas Schutz vor der drückenden Hitze. Die Altstadt Cartagenas wird uns lange in Erinnerung bleiben, denn die kolonialstil Häuser umgeben von dicken Stadtmauern und der Charme der Gässchen sind einzigartig.

Als ob der Strassenverkäufer geahnt hat, dass wir nach Santa Marta fahren, schwärmte er zuerst von der Schweiz und drückte uns danach eine Broschüre der Stadt in die Hand :).